Giuseppe Verdi LA TRAVIATA

New York (1978)
Stadttheater Gießen (1993) Musikalische Leitung: David de Villiers
Bühne: Bernd Kilchman Kostüme: Ute Frühling
Lightdesign: Martin Jedryas

„Mit ‚La Traviata’ hat Robert Tannenbaum sein Publikum erobert. Nicht weil er einen sicheren ‚Hit’ in den Spielplan nahm, sondern vor allem, weil er psychologisch geschickt die Oper entschlackte, seine behutsam moderne Interpretation logisch durchhielt.“ Alfred Keil

“Robert Tannenbaum won over his audience with ‘La Traviata’.  Not because he placed a sure ‘hit’ in the season’s repertoire, but because he trimmed down the opera in a psychologically astute way and maintained his carefully modern interpretation with logic throughout.” Alfred Keil
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Die von Robert Tannenbaum im Stadttheater besorgte Neuinszenierung des Werkes wurde dem Melos - dem Liedhaft-Sanglichen - dieser Musik ebenso gerecht wie der unverkrampft nachvollzogenen Dramatik und der seelischen Schicksalhaftigkeit der Vorgänge… Dem Regisseur Robert Tannenbaum eilte der Ruf voraus, er biete dem Publikum provokantes und unbequemes Musiktheater. Doch seine zweite Inszenierung in Giessen zeichnet sich durch ganz andere Eigenschaften aus: durch Behutsamkeit, Sensibilität und die bewusste Zurücknahme äußerlicher oder gar spektakulär modernistischer Gestaltungsmittel. Aber auch üblicher Opernroutine und gängiger Konvention sucht diese Realisierung nach Kräften aus dem Weg zu gehen. Tannenbaum verwirklicht ein blutvolles Drama in einer vorstellbaren Welt… Tannenbaum erweist sich in vielen weiteren Details als präziser Schilderer. Seine besondere Stärke sind parallele oder konträre, die Haupthandlung illustrativ begleitende oder beispielhaft konterkarierende Bilder und Bewegungsabläufe am Rand oder im Hintergrund. Hier wird viel Bühnengespür und spezielle Vertrautheit mit der Oper ‚La Traviata' deutlich." Michael Treutwein

(Robert Tannenbaum’s new production of this piece in the city theater served the ‘melos’ – the songlike-sung – of the music excellently, as well as an easy-to-follow dramatic gesture and the soulful destiny of the story-line…Director Robert Tannenbaum’s reputation preceded him: he offers his audiences uncomfortable and provocative music-theater.  His second production in Giessen, however, displayed quite other qualities: gentleness, sensibility and the conscious avoidance of all superficial and spectacular modernisms.  But this realization also works hard to avoid operatic conventions and routines as well.  Tannenbaum creates a full-blooded drama in an imaginable world…Tannenbaum shows himself to be a precise story-teller in many details.  His special strength lies in creating exemplary parallel or contrasting background visual ideas which serve to underscore the main story-line.  He displays here a good feel for the stage and a special understanding of the opera ‘La Traviata’.)