Benjamin Britten THE RAPE OF LUCRETIA

Oper Köln (1988) Musikalische Leitung: Hilary Griffiths
Inszenierung, Bühne und Kostüme: Robert Tannenbaum
Stadttheater Gießen (1993) Musikalische Leitung: Herbert Gietzen
Bühne und Kostüme: Peter WernerLightdesign: Martin Jedryas
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"Tannenbaum beschönigt nichts. Doch überzeichnet er weniger den Akt der Vergewaltigung als die unbeschreiblichen psychischen Folgen für das Opfer und sein Umfeld. Damit degradiert er die Zuschauer nicht zu Voyeuren, sondern bezieht sie in die inneren Kräfte der Beteiligten."
Jochen Schlingloff

“Tannenbaum makes excuses for nothing. However he depicts less the act of rape than the indescribable psychological outcome for the victim and her environment. Because of this he does not denigrate the audience to voyeurs; he instead connects them to the inner strength of the performers.”
Jochen Schlingloff

„Spannungsreich inszeniertes Psychodrama um Gewalt… Der Regisseur ließ die acht Personen auf der kahlen Fläche lediglich mit Stühlen agieren, eine schlichte und schlüssige, dabei psychologisch aussagekräftige Sache.“
(Tension-filled direction of a psychodrama about violence… The director lets the eight actors perform on an empty stage with nothing but chairs, a simple and logical, while at the same time psychologically expressive solution.)
Olga Lappo-Danilewski

„Robert Tannenbaum machte daraus ein beklemmendes, beunruhigendes Psychodrama… so ist dem Regisseur eine fesselnde Inszenierung von großer Eindringlichkeit gelungen… Bei dem, was nun auf der Bühne geschieht, erweist sich Robert Tannenbaum als Perfektionist. Er übersetzt die hoch komplizierte Partitur Brittens Takt für Takt. Jede Körperbewegung, jede Drehung, jeder Handschlag, jede Veränderung in der Mimik – alles ist haarklein auf die Musik abgestimmt. Seelische Vorgänge werden zu einprägsamen Bildern, und diese Bilder füllen den ganzen Raum.“
Thomas Schmitz-Albohn
"Robert Tannenbaum created an oppressive, disturbing psychodrama… the director succeeds in creating a gripping production of great urgency… In the staging Robert Tannenbaum shows himself to be a perfectionist. He translates Britten's highly complex score bar for bar. Every move, every turn, every handshake, every change in facial expression - all of it is minutely coordinated with the music. Emotional processes become impressive visual images, and these images fill the entire stage."
Thomas Schmitz-Albohn